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Anbautipps für Riesenkürbis

Wachstum

Geschützt durch Vlies und Folie wächst die Kürbispflanze - auch in einem Jahr mit regnerischem Sommer - nun rasch heran.

Etwa 70 Tagen nach dem Zeitpunkt der Aussaat zeigen sich die ersten Blüten. Zunächst erscheinen die männlichen Blüten – erkennbar am langen Stil .Einige Tage später kommen die kurzstieligen weiblichen Blüten – erkennbar am Fruchtknoten direkt unter der Blüte.

Bestäubung

Damit der Kürbis eine möglichst lange Wachstumsperiode hat, sollte die Bestäubung vor Mitte Juli vorgenommen werden.

Um einen Kürbis mit „Idealgewicht“ – also möglichst schwer – heranzuziehen, wird am Ende nur ein einziger Kürbis an der Pflanze sein; d.h. sämtliche Nährstoffe, die von Wurzeln und Stängeln transportiert werden, werden ausschließlich dieser einzigen Frucht zu Gute kommen.

Folglich muss die Lage der auserwählten weiblichen Blüte gut ausgesucht werden: Sie muss am Haupttrieb wachsen (gute Ernährung)– etwa 3m entfernt von der Wurzel. (bei zu geringem Abstand würde das Gewicht der Frucht später möglicherweise das Wurzelwerk unnötig beschweren.)

Grundsätzlich muss man bedenken, dass Kürbisblüten am Morgen aufblühen und gegen Mittag wieder verwelken. Damit also dem Bestäuber nicht am frühen Morgen Bienen und Hummeln schon zuvorkommen, behilft man sich mit einem Trick:

So muss man am Vortag die ausgesuchte, noch geschlossene Blüte mit einem Stück einem Stückchen Vlies zubinden.

Am frühen Vormittag des folgenden Tages pflückt man dann ( der genetischen Vielfalt wegen ) von einer anderen Pflanze (natürlich derselben Art) eine männliche Blüte und bestäubt die weibliche Blüte mit deren Pollen:

Dafür entfernt man von den männlichen Blüten die Blütenblätter, nimmt den Schutz von der weiblichen Blüte und bestreicht mit dem Stempel  die Mitte der Narbe. (s. Bild)

Anschließend wird die nun bestäubte Blüte wieder zugebunden, damit durch Insekten kein ungewünschter Pollen auf ihr landet.

Nach einigen Tagen ist der gewünschte Erfolg sichtbar: die Frucht entwickelt sich rasch.

Das Blatt direkt am Fruchtstil sollte man entfernen; es raubt dem Kürbis zusätzlich Nährstoffe; zudem kann die rauhe Unterseite des Blattes die weiche Kürbishaut bei Windstößen verletzen.

Auch sämtliche Blätter und Seitentriebe bis zu 1 m Entfernung werden abgeschnitten.

 

Pflege

Nach zwei Wochen hat der Kürbis normalerweise bereits einen Durchmesser von 20cm erreicht. Nun ist es Zeit, ihm zum Schutz vor Bodenkälte ein etwa 2x2m großes Stück Teppich unterzulegen. Später im Herbst wäre der Kürbis zu schwer.

An der Ranke entlang wird die Erde gelockert und etwas angehäufelt. So haben die entstehenden Adventivwurzeln leichter die Möglichkeit, sich in der Erde zu verankern und so zusätzlich Flüssigkeit und Nährstoffe heranzuschaffen.

Es schadet nicht, alle zwei Wochen mit Flüssigdünger zu düngen. Regnet es selten, so wird die Pflanze natürlich auch gegossen.

Während der gesamten Vegetationsperiode ist es sinnvoll, die ganze Pflanze mit Vlies vor Nachtkälte zu schützen.

Weitere weibliche Blüten werden laufend entfernt.

Spätestens Mitte August empfiehlt es sich, den Kürbis abzudecken, damit er bei hoher Sonneneinstrahlung nicht zu rasch festhäutig wird („Sonnenbrand“ ) und sein Wachstum gestoppt wird.

 Sämtliche Mühe kann allerdings auch vergeblich sein, und die Kürbisfrucht beginnt, auch wenn sie sich bis dato gut entwickelt hat, aus unergründlichen Gründen zu faulen. Dann ist Eile geboten: die Prozedur beginnt von vorne…

Im August werden die Tage allerdings schon wesentlich kürzer, so dass man für ein zufriedenstellendes Ergebnis schon auf einen warmen Herbst hoffen muss. ..

 

Ernte

Sobald der Kürbis sich ganz glatt anfühlt , seine schöne Erntefarbe erhalten hat, er also endgültig das Wachstum eingestellt hat, kann er geerntet werden.

Da kommt nun der untergelegte Teppich sehr gelegen:

Zwei Personen packen jeweils die Enden und legen die Frucht auf eine bereitgestellte Palette, auf der er dann mittels Traktor abtransportiert werden kann.

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vk-Atlantic Giant auf Unterlage